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Zeit für sich selbst zu haben, etwas Neues zu lernen, etwas Schönes erleben, etwas zu entdecken, das Freude bringt – oft nicht so leicht für uns und für Alleinerziehende noch weniger leicht.
Derzeit sind 13 Alleinerziehende aber genau auf diesem Weg.
Sie nehmen an einem Fotoworkshop teil, der sich gut in ihren Alltag integrieren lässt, da er bisher ausschließlich online stattfindet und im Themenjahr „Industriekultur“ von Kulturland Brandenburg
eine visuelle Auseinandersetzung mit „Alltagsgegenständen“ erwählt hat.
Vier Fotografinnen aus dem Landkreis Dahme-Spreewald betreuen die Frauen seit Januar.
Sie zeigen Wege, besprechen Techniken und Motivwahl, beraten und kommentieren die ersten Ergebnisse.
Und diese sind für die vier anleitenden Fotografinnen überraschend und vielseitig und zeigen bereits individuelle Sichtweisen der Teilnehmerinnen.
Zu einem austauschenden Halbzeit-Resümee trafen sich im virtuellen Raum am Dienstag die SHIA-Geschäftsführerin Birgit Uhlworm, die betreuende Fotografinnen und vier Teilnehmerinnen mit Landrat Stephan Loge, der die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hatte.
Landrat Loge zeigte sich fasziniert vom Ansatz des Projektes und warb dafür, es weiter bekannt zu machen und ausstrahlen zu lassen, beispielsweise mit einer Ausstellung nicht nur in Halbe in den Kulturbahnhöfen, sondern auch an weiteren Orten.
Er hob zudem die erfolgreiche und nachhaltige Arbeit des SHIA-Landesverbandes Brandenburg e. V. hervor, der seit nunmehr 30 Jahren im Landkreis aktiv ist und im Juni den runden Geburtstag feiert.
Inzwischen habe sogar ein Generationswechsel unter den betreuten Alleinerziehenden stattgefunden.
Herr Loge blickte auf Aktionen wie den Familienurlaub zurück, welcher gemeinsam mit dem Dahme-Spreewälder Jugendamt seit 2016 umgesetzt wird.
Das Foto-Projekt wäre eine große Kerze auf der Geburtstagstorte des Vereins.
Aus dem Alltag auszubrechen mit einem sinnlichen, kreativen Workshop sei mutig und bewundernswert.
Obwohl der Workshop für alle offen ist, gab es keine Anmeldungen von alleinerziehenden Vätern, die mit etwa 10% in der Statistik zu finden sind.
Stephan Loge reflektierte dazu, dass es daran liegen könnte, dass Männer sich mit diesem Status nicht gern offen zeigen.
Die Frauen freuen sich darauf, ihre Fotos bald zu zeigen (voraussichtlich im Mai im Kulturbahnhof Esperanto-Stacio), und fühlen sich durch das Interesse ihrer FreundInnen und KollegInnen bestätigt.
Neue Kontakte, Einblick in künstlerische Arbeit, zwischenmenschlicher Austausch anhand einer Aufgabe – das Erfolgskonzept des Projektes.
Sich selbst gut fühlen ist wichtig. Und auch die Kinder werden davon profitieren, wenn die Mütter etwas für sich tun.